Archive for August 21st, 2006

Aug 21 2006

Norton Frust ist Gibsons Lust – oder: Festplattendiagnose-Tool

veröffentlicht in Kategorie: Computer  

Ok, das Reimen lass ich lieber bleiben. Zum Topic: Schon seit Jahren bemerke ich, wie die Qualität der Symantec Produkte in der Norton Reihe immer weiter den Bach runter geht. Im Zuge meiner Festplatten Basteleien kam der Wunsch nach einem vernünftigen Plattendiagnose Programm auf, als alter Sack denkt man da natürlich primär an den guten alten Norton Diskdoktor, NDD.EXE. Früher war der echt brauchbar, es gab ihn für ein paar Mark und er funktionierte recht gut und hatte eine informative Anzeige, wo auf der Platte sich denn nun defekte Sektoren breitgemacht hatten.

Da das XP eigene Boardmittel chckdsk für die Analyse und Reparatur logsicher Probleme im Dateisystem zwar sehr gut, aber für eine hardwarenahe Untersuchung der Platte, inkl. Controller und Plattenoberfläche nur mäßig geeignet ist, entschloss ich mich nach vielen Jahren mein System mal wieder mit einer Symantec Software zu verseuchen. Dank “Sofort Online Kaufen & Download”-Funktion im Symantec Shop hat man heute schneller einer Vollversion von Norton auf seinem Rechner installiert, als man se wieder los werden kann, wenn man die Nase voll davon hat. (Übrigens: wer im Norton Online Store Download Versionen einkauft, sollte schnell mal vorübergehend in die USA auswandern – wer den Shop mit “beschönigten” Daten füttert spart bei den niedrigeren US Preisen und dem schwachen Dollarkurs  ordentlich Geld. Ist bei vielen Download Shops so und funktioniert eigentlich immer problemlos)

Doch noch vor dem Kauf kam schon der erste Schrecken.. NDD.EXE einzeln gibbet nicht mehr. Ok, halb so wild, dann nimmt man halt die Toolsammlung “Norton Utilities”.. Pfeiffendeckel.. gibts auch nicht mehr, ist jetzt Bestandteil von Norton Systemworks.   Ok, dann halt das.. Nun gibt es Norton Systemworks 2006 in 3 Editionen: “Basic” für 39.99 Euro, “Normal” für 79,99 Euro und “Premier” für stolze 99.99 Euro.

Nun ratet mal, was nirgends auf der Symantec Homepage steht und auch in kaum einen Testbericht oder im Web zu finden ist: Richtig, Norton Diskdoktor gibts nicht in der günstigen Basic Version. Nein wieso auch, wer ein wirklich nützliches (dachte ich zumindest) Tool von Norton will, der hat gefälligst 99,99 Euro hinzublättern, auch wenn er den ganzen anderen Kram nicht braucht und auch nicht will. An dieser Stelle verliess mich die Kaufwut und ich entschloss mich, doch erst mal die kostenlose Demoversion auszutesten. Welch ein Glück!

Die Installation der Systemworks 2006 Premier Demo verlief soweit problemlos, wichtig für mich war es, den ganzen anderen Kram gar nicht erst installieren zu lassen, sondern nur Diskdoctor und Co. Alles kein Thema. Dann aber der Schock:

Symantec, was habt ihr aus Diskdoktor gemacht?

Ein popeliges Frontend für chkdsk.. nichts mehr da vom alten Klassiker NDD.EXE aus vergangen Tagen. Aber rein gar nix mehr. Wo sind die Details, wo die Sektoransicht? Ein einsilbger, einseiter Report in dem auch nix anderes steht, als Chkdsk anzeigt. Welche Test macht ihr überhaupt noch, ausser im Hintergrund chkdsk zu starten? Denn wenn man gar versucht, die Bootplatte mit Norton Diskdoktor zu untersuchen, was wegen dem exklusiven Zugriff nicht gehen kann, ist die einzige Funktion von Norton Diskdoctor, das original CHKDSK beim nächten Systemstart zu starten. Das ist alles. Das ist traurig. Das ist reine Geldverschwendung!

Ich frage mich, was Peter Norton sagt, wenn er heute mal zurückschaut und sieht, wie Symantec “seine” Produkte und den Namen Norton, die damals für Qualität standen, in den Graben fährt. Ich hoffe, er hat genug Geld dafür bekommen.

Was bleibt also noch?

Nun, ein weiteres Urgestein der Computer Szene gibt es auch heute noch: Steve Gibson, Inhaber der Gibson Research Corporation, www.grc.com. Zwischenzeitlich wegen seinen Anti-Hacker Bemühungen immer wieder mal in der Presse zu finden – immer mit intelligenten Lösungen, hilfreichen Diensten oder einfach nur interessante Szene Berichten, siehe z.b. den kostenlosen Portscan Dienst ShieldsUP zum Test, ob die Firewall was taugt, oder die zahlreichen kleinen Sicherheits-Tools, die eigentlich Microsoft hätte liefern sollen. In was ich mittlereile die gute Alte Gibson Manier nenne: kleine, in Assembler programmierte Tools, die exakt den gewollten Zweck erfüllen. Das exakte Gegenteil von Bloatware.

Der selben Tradition folgt auch Gibsons Disk Analyse Programm SpinRite. Ursprünglich noch aus Zeiten der MFM und RLL Platten , wurde es immer weiterentwickelt, stetig verbessert und an heutige Verhältnisse angepasst.Die aktuelle Version 6.0 hat im Gegensatz zu Nortons DiskDoktor nicht s an Nützlichkeit eingebüsst. Im Gegenteil, Spinrite 6 bietet heute alles, was man von einem Plattendiagnose Tool erwartet, ist “blitzschnell” und bietet alle Informationen, die zur Diagnose von Festplattenfehlern notwendig sind. Dazu die erste mir bekannte vollständige Implementierung des SMART Diagnosesystem, tatsächlich funktionierende Reperaturfunktionen zur Datenrettung von Dateien auf defekten Sektoren, zum Retest als defekt markierter Sektoren, uvm. Was Spinrite alles kann, zeigt am besten dieses Video.

Sicher, Spinrite kostet mit seinen 89 USD (ca. 70 Euro lt. FXConverter) im Sofort Download einen auf den ersten Blick stolzen Preis. Und oben hab ich sogar über die 99,99 Euro für das viel umfangreichere Norton Systemworks gemeckert – jetzt preise ich “nur” ein Disk Diagnose Programm an, das 70,- Euro kostet? Nein, denn das ist in meinen Augen kein Widerspruch, wer schonmal Daten vonnem defekten Sektor auslesen wollte, oder eine Platte schnell auf physikalische Fehler testen wollte oder die “Fehlerraten” seines Laufwerks kontrollieren will oder muss, für den ist jeder Cent in Spinrite goldrichtig installiert.

Kleine Kuriosität am Rande: Spinrite ist nur ein paar wenige hundert KB groß, inkl. Installer, der zum Generieren der diversen Bootmedien verwendet wird.  

Kleiner Nachtrag:

Erstaunlicherweise liess sich die Systemworks 2006 Premier Edition – zumindest die wenigen Teile, die ich installiert hatte – problemlos und ohne Verrenkungen restlos wieder entfernen. Dachte schon, ich müsste die Platte neu formatieren, um das wieder los zu werden. Aber darin hab ich ja inzwischen Übung.

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Aug 21 2006

Es ist was faul im Mambo Land..

veröffentlicht in Kategorie: WebWork  

und in Joomla City siehts auch nicht besser aus.

Was will uns der Alte Sack denn damit nun wieder sagen? Derzeit schleicht sich ein auffälliges Mambo / Joomla Site Sterben durch das Netz. Reihenweise begegnen mir Mambo und Joomla Seiten gleichermaßen, die offensichtlich erst vor kurzem gehackt wurden. Erstaunlich oft sieht man dabei auch den Spruch “by the TurkishHacker hacked“. Selber bin ich übrigens auch nicht verschont worden, auch Sites unserer Kunden hats schon erwischt. Und auch der Support bei unserem Colocation Betreiber kennt das Problem.

Symptome des Hacks: Auf dem betroffenen Webserver wird Schadcode ausgeführt, welche alle *index*.* Dateien durch den Slogan des Hackers ersetzen. Backdoors oder sonstige weitere Nettigkeiten wurden auf dem von mir untersuchten Server keine eingeschleust, also noch vergleichsweise harmlos das Ganze. Teilweise werden auch Bilder getauscht, die Apache Config zerschossen und andere Konfigdateien überschrieben. Angriffspunkt ist ein anscheinend eklatantes Sicherheitsloch. Davon gibts, wenn man Secunia glauben schenken mag, leider bei beiden Systemen noch mehr als genug.

So ganz klar ist mir noch nicht, wo der Angriffspunkt ist. Ist es die inzwischen hinlänglich bekannte Register_Globals Methode? Kam der Hacker nun über Joomla oder über Mambo, kam er über ne alte, nicht mehr gepatchte Version rein, oder über ein System, das eigentlich “up to date” mit Patches war?

Irgendwas ist also hier arg fischig mit diesen beiden doch recht beliebten CMS Systemen. Wer also ein Mambo oder Joomla CMS auf seinem Server hat, dem Wünsche ich ganz viel Glück, auf dass er ungeschoren davon kommen mag. Ich selber verspüre nun etwas Paranoia wenn ich nur an die Mabo/Joomla Sites auf den anderen von uns betreuten Servern denke. 

Eins ist allerdings auch klar, wenn sich nicht bald was tut in der Richtung, dann werde ich entweder die Mambo / Joomla Kunden von unseren Shared Hosting Servern schmeissen, oder das Mambo/Joomla Hosting nur noch hochabgesichert und gegen Wartungsvertrag zum Einspielen sämtlicher Patches anbieten. Nochmal lass ich mir keinen Server unter der Nase weg abschiessen.

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Aug 21 2006

Amilo 3438G – nur Schrott?

veröffentlicht in Kategorie: Computer  

Wenn man den Berichten in diversen Online Foren über dieses Notebook so liest, glaubt man, dass es sich bei diesem Notebook und den größten Mist handelt, den es je gegeben hat.

Ich hab das M3438G nun seit einem halben Jahr im Einsatz und bin absolut zufrieden mit dem Teil. Sicher, die oft genannten Probleme wie BRR Bug und Lagging Issue sind da, aber im normalen Alltagsgebrauch fallen diese überhaupt nicht auf.

Irgendwie kann ich mir das nur so erklären, dass Spielkinder, egal welchen Alters, sich dieses Notebook gekauft haben, in der Hoffnung, dass man für nicht mal ganz 1300,- Euro ein voll spieletaugliches Notebook bekommen würde. Und genau das ist ein Trugschluss, so sind die Centrino CPUs nicht gleich performant wie die Desktop Kollegen, weil letztere nicht zuletzt höher takten Aber vor allem sinds die “GO” bzw. “Mobile” Varianten der Grafikchips, sei es nun ATI oder NVIDIA – beim M3438G isses NVIDIA. Die Leistung dieseser Notebook Chips entspricht nicht annährend der Leistungsfähigkeit gleichnamiger Desktop Chips gleichen Namens (aber ohne den GO bzw. Mobility Zusatz).

Ein Notebook ist ein Notebook und keine Spielemaschine. Mit diesem Hintergedanken sollte man also, wenn man am M3438G aus Fujitsu-Siemens Amilo Serie liebäugelt, an die Sache rangehen. Wer Spielen will, kauft sich doch besser nen Desktop, wer auf dem Ding arbeiten will, bekommt für wenig Geld ein Top ausgestattetes Notebook geliefert.

Will nicht heissen, dass man mit dem 3438 nun gar nicht spielen kann, im Gegenteil, wir spielen World of Warcraft auf dieser Kiste, oder auch mal ein Autoassault, ein Battle for Middleearth II und noch viele weitere aktuelle Spiele absolut problemlos.

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Aug 21 2006

MMORPG Rants

veröffentlicht in Kategorie: Gaming  

Was mir zum MMORPG Glück noch fehlt, ist MMORPG Endgame Content für Solo/Duo Spieler. Jedes gängige MMORPG auf dem Markt heute – selbst das sehr Solo freundliche WoW welches den Boom von MMORPGs für Casual Gamers eingeläutet hat – oder das mäßig erfolgreiche AutoAssault, welches Solo freundlicher nicht mehr sein könnte – alle werfen spätestens im Endgame Stadium alle Rücksicht auf die Gelegenheitsspieler und Solo/Duo Spieler über Board und bieten ab Erreichen der Level-Obergrenze nur noch das leidige Raiding in übergroßen Gruppen oder eben das von mir gehasste PvP als verbleibende Spielmöglichkeit.

Es ist wohl einfacher, schneller und billiger, einfach nur ein Level = (MAX_PLAYER_LEVEL * 25) Bossmob in eine Instanz zu pflanzen und zu sagen: “Hey Leuts, das is nun eine Raid Instanz”, als für anspruchsvollen Solo/Duo geeigneten Content zu sorgen. Aber hey, kann mir niemand sagen, das Blizzard mit ihren anscheinend so etwa 5.5 Millionen zahlenden Spielern (sprich 75 Millionen Euro Abogebühren PRO MONAT) nicht genug Geld hätte, einen HiWi für nen Mindestlohn an nen Level Editor zu setzen und Dungeons zu basteln, was bei anderen Spielen jeder Hobby-Modder problemlos schafft.

Die letzte Zeit dachte ich, dass Sony mit Everquest II es nun endlich gerafft hätte: Solo/Duo Spieler sind keine kleine unbedeutende Minderheit mehr. Aber die in den letzten Tagen in den Foren neu aufgekeimte Solo/Casual Gamer Diskussion zeigt, das führende Köpfe bei Sony es leider doch immer noch nicht kapiert haben. Sprüche wie “Wir versuchen die Solo Spieler Schritt für Schritt zum Group-Player umzuerziehen” waren letzendlich der Grund dafür warum ich mein EQ2 Abo mal wieder in die Tonne getreten habe. Sorry Sony, ich bin kein kleines Kind mehr, ich lasse mich nicht von Euch oder Eurem Spiel “umerziehen”. Ich lasse mich von niemanden umerziehen, daran sind schon meine Eltern und später meine Frau gescheitert und Ihr, Sony, werdet es garantiert nicht schaffen. Woher nehmt ihr, bei Euren im Vergleich zu WOW, sorry, lausigen Abozahlen die Arroganz, Eure Spieler derart manipulieren zu wollen?! Habt ihr nen Vollschuss?! Und für diese Manipulation soll ich auch noch bezahlen? Ha Ha, der is ganz gut. Ihr könnt von mir aus dahin gehen, wo der Pfeffer wächst.

Solange altgediente MMORPG Gurus wie Raph (der ging mir als DesignerDragon bei UO schon auf den Sack mit seinem “sozialen Experiment”) und Brad (verantwortlich für die Spielerfolter des frühen EQ1 ) und deren antiquierte Denkweise in den Köpfen der Spielermacher weiter existieren, wird kein auf diesen Designprinzipien erstelltes MMORPG jemals wieder den selben kommerziellen Erfolg haben, den WoW mit seinem weitestgehend Casual Gamer freundlichen Spielverlauf erzielt hat. Wenn jetzt noch Solo/Duo/Casual EndGame Content vorhande wäre, wäre in meinen Augen die Perfektion erreicht.
Das erste MMORPG, welches auch im EndGame Casual-freundlich ist, könnte vielleicht auch bei einem weniger starken Franchise wie WarCraft, einen ansehlichen Erfolg verbuchen – die Zahl der Casual Gamers ist anscheinend weitaus höher, als oft gedacht wurde.

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